Prüfung von Dacheindeckungen mit Brandsätzen

ENV 1187 Test 1

Diese Europäische Norm beschreibt vier Methoden zur Bestimmung der Leistungsfähigkeit von Dächern, wenn sie externen Feuerquellen ausgesetzt werden. Die vier Methoden bewerten die Leistungsfähigkeit von Dächern unter folgenden Bedingungen:

Prüfverfahren 1 mit Brandsätzen
Prüfverfahren 2 mit Brandsätzen und Wind (besuchen Sie die Seite)
Prüfverfahren 3 mit Brandsätzen, Wind und zusätzlicher Strahlungswärme (besuchen Sie die Seite)
Prüfverfahren 4 Zweistufiges Prüfverfahren mit Brandsätzen, Wind und zusätzlicher Strahlungswärme (besuchen Sie die Seite)

Die Prüfverfahren dienen der Einschätzung der Brandausbreitung auf der äußeren Dachoberfläche, der Brandausbreitung im Dach (Prüfverfahren 1, 2 und 3), dem Branddurchtritt (Prüfverfahren 1, 3 und 4) und dem brennenden Abtropfen/Abfallen von Trümmern von der Dachunterseite oder der ausgesetzen Oberfläche (Prüfverfahren 1, 3 und 4). Die Prüfverfahren 2 und 3 sind nicht für geometrisch unregelmäßige Dachformen oder auf Dächern montierte Geräte, wie Ventilatoren oder Dachbeleuchtung geeignet.

Die vier zuvor beschriebenen Prüfverfahren setzen keine Reihenfolge voraus. Jedes Prüfverfahren ist eigenständig und kann nicht durch ein anderes ersetzt werden.

Das Prüfgerät für Prüfverfahren 1 besteht aus: -

  • Einem Korb – Hergestellt aus Baustahldraht mit 3 mm Durchmesser mit einer Maschenweite von ca. 50 mm x 50 mm. Dieser Korb ist oben und unten geöffnet und verfügt über 4 überstehende Füße von jeweils 10 mm Länge an jeder Ecke. Die Außenabmessungen des Korbs betragen 300 mm × 300 mm × 200 mm Tiefe. Die Korbmasse beträgt 650 g ± 50 g.
  • Holzwolle – Besteht aus Fasern von ca. 2 mm Breite × 0,2 mm bis 0,3 mm Dicke und wird aus Weichholz hergestellt.
  • Waage – Dient zur Bestimmung des Gewichtes der Holzwolle und hat eine Nennlast von min. 2 kg und eine Genauigkeit von ± 1 g.
  • Timer – Mindestgenauigkeit von ± 5 s über 24 h.